Die Schmalspurbahnen im Harz sind heute eine der bedeutendsten Touristenattraktionen in Deutschlands nördlichsten Mittelgebirge. Jährlich rund eine Million Fahrgäste aus aller Welt nutzen die bordeauxrot-beigefarbenen Züge der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB), deren rund 140 km langes 1.000 mm-Streckennetz seit mehr als 125 Jahren die Region zwischen Wernigerode, dem 1.141 m hohen Brocken, Nordhausen, Hasselfelde, Quedlinburg und Harzgerode erschließt. Wie zu Urgroßvaters Zeiten werden täglich planmäßig Personenzüge auf der Brocken-, der Harzquer- und der Selketalbahn mit Dampflokomotiven bespannt. Doch das Landschaftsbild links und rechts der Strecken hat sich in den letzten 20 Jahren deutlich geändert. Bis Mitte der 2010er-Jahre prägten dichte Fichtenwälder den Harz. Diese sind allerdings schweren Stürmen, der Sommerhitze und dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen. Daher bestimmen heute große Kahlschläge oder schier endlose Totholzflächen – vor allem in der Kernzone des Nationalparks rund um den Brocken – das Bild links und rechts der Strekken. Alte, vertraute Motive sind verschwunden, neue Blickwinkel entstanden. Gleichwohl haben Brocken-, Harzquer- und Selketal- bahn nichts von ihrer Faszination und ihrem Mythos verloren, wie die Aufnahmen in diesem Bildband eindrucksvoll beweisen. Ein Muss für jeden Eisenbahn- und Harzfreund!
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