Die Gleisanlagen des Anhalter Bahnhofs in Berlin entwickelten sich seit dem späten 19. Jahrhundert zu einem der bedeutendsten Eisenbahnknotenpunkte der Stadt. Der zwischen 1874 und 1880 errichtete Personenbahnhof verfügte zunächst über sechs Hauptgleise, später über sieben Bahnsteiggleise. Zusätzliche Zwischengleise ermöglichten es, Dampflokomotiven schnell umzusetzen, ohne den Zugverkehr unnötig zu behindern. Südlich des Bahnhofs erstreckte sich ein weitläufiges Gleisvorfeld mit zahlreichen Weichen, Rangiergleisen und Stellwerken. Über den Landwehrkanal führten die Gleise weiter zum großen Anhalter Güterbahnhof. Dort wurden täglich große Mengen an Kohle, Lebensmitteln, Baumaterialien und anderen Gütern umgeschlagen. Ergänzt wurde die Anlage durch ein Bahnbetriebswerk mit Ringlokschuppen, Drehscheiben, Kohlebansen und Wasserstationen zur Versorgung der Dampflokomotiven. Während des Zweiten Weltkriegs wurden große Teile der Bahnanlagen zerstört. Nach der Teilung Berlins verlor der Bahnhof weiter an Bedeutung und wurde 1952 stillgelegt. Heute erinnern erhaltene Gleisreste, die Yorckbrücken, der Park am Gleisdreieck und die Gebäude, in denen das Deutsche Technikmuseum residiert, an die einst einst gewaltige Eisenbahnanlage. In diesem Set sind mehrere Gleispläne, teilweise als Poster im DIN A1 Format, enthalten, die die Geschichte der Gleisanlagen anschaulich zeigen. Viele weitere Grafiken und Fotos in dem 16-seitigem Beiheft geben einen kurzweiligen Überblick über diesen ehemaligen Berliner Bahnhof. Alle Gleispläne und Grafiken wurden dabei aufwändig digital restauriert.. Dr. Helmut Maier, ausgewiesener Kenner der Geschichte des Anhalter Bahnhofs, gibt dabei im Begleittext einen Überblick zur Geschichte.
Zwei restaurierte Nachdrucke als Poster im Set: Anhalter Bahnhof Gesamt-Gleisplan 1884 DIN A1 Anhalter Bahnhof und Güterbahnhof 1928–1930 DIN A1 Im Beiheft: Gleisplan Personen– und Abstellbahnhof 1890 DIN A3 mit Gleisplan Potsdamer Personenbahnhof 1891 Gleisplan Anhalter Bahnhof 1967 15x42 cm Plan vom Potsdamer–, Anhalter– und Dresdner Bhf. 1875, 15x21 cm
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