Die alte Weißeritztalbahn | Schmalspurbahn Freital Hainsberg - Kipsdorf

Artikelnummer: 9783944390062

304 Seiten | Format ca: 21 x 25 cm
Bilderanzahl: ca. 286 s/w & 180 color
Erscheinungsjahr: 2014 | gebunden

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Beschreibung

Seitens der Deutschen Reichsbahn hieß sie ab den 60er Jahren offiziell "Schmalspurbahn Freital-Hainsberg - Kurort Kipsdorf", ihr typisch sächsisches Kürzel lautete "HK-Linie", weit über die sächsischen Landesgrenzen hinaus bekannt wurde die 750-mm-spurige osterzgebirgische Nebenbahn entlang der Roten Weißeritz jedoch unter dem Namen "Weißeritztalbahn", wie er anläßlich des 100-jährigen Streckenjubiläums im Sommer 1983 aus der Taufe gehoben worden war. Die in den Jahren 1882/83 in zwei Abschnitten in Betrieb genommene, rund 26 km lange einstige "Secundärbahn" - heute die älteste öffentliche Schmalspurbahn Deutschlands - förderte maßgeblich das Aufblühen sowohl der Wirtschaft als auch des Fremdenverkehrs ihrer Region. Vor allem in der Kreisstadt Dippoldiswalde und in der jahrhundertelang von der Eisenindustrie geprägten Stadt Schmiedeberg expandierten die Industrie- und Gewerbebetriebe nun stetig. Neue Betriebe ließen sich nieder und machten sich die Dienste der Bahn zunutze, teils mit eigenem Zweiggleis. Gleichsam stiegen in den anliegenden Ortschaften die Zahlen der Einwohner - und für sie erbrachte die Bahn wertvolle Dienste auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder zu Besorgungen in der Stadt. Schließlich entdeckten die Großstädter die landschaftlichen Reize entlang der Roten Weißeritz, wie den urtümlichen Rabenauer Grund, die Dippoldiswalde Heide oder die besonders unter Wintersportlern sehr beliebten Höhen oberhalb des Kurortes Kipsdorf.
Umfassende bauliche Veränderungen kamen mit den Jahren auf die Schmalspurbahn zu: Anläßlich der Höherlegung der Hauptbahn im Plauenschen Grund erhielt sie 1903-11 einen neuen, weitläufigen Ausgangsbahnhof, über das PHV-Gleis besaß sie ab 1913 eine Gleisverbindung mit dem Wilsdruffer Netz, auf 6,95 km Länge wurde sie 1910-12 für den Bau der Talsperre Malter verschwenkt, mit einer 4,26 km langen Neubautrasse umging sie ab 1924 das "Nadelöhr Schmiedeberg" und 1934 erhielt der Kurort Kipsdorf einen größeren, dem starken Reiseverkehr gewachsenen Endbahnhof.
Den Kern dieses Buches stellt die bildliche, textliche wie auch zeichnerische Dokumentation der jeweiligen Streckenteile, Stationen, Anlagen und Anschlußgleise in der Zeit zwischen dem 2. Weltkrieg und der Flutkatastrophe vom August 2002 dar. Zum Vergleich verdeutlichen etliche in jüngerer Zeit neu aufgetauchte Aufnahmen aus der Epoche der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft und der Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen, wie gravierend sich die Stationen bzw. Streckenabschnitte im Laufe der Jahre verändert haben, wie sie den sich wandelnden Verkehrsanforderungen oder auch den tiefgreifenden Wasserbaumaßnahmen angepaßt wurden und wie sie schließlich dem Rückgang gewisser Verkehrssparten und Gewerbebranchen unterlagen. Zudem machen einzelne jüngere Vergleichsfotos den Wandel der Weißeritztalbahn, ihrer Strecke und Stationen verständlich.
Nebenbei entdeckt der Leser so manche Fotos und Informationen sowohl über die typischen als auch über die außergewöhnlichen, nur kurzzeitig zwischen Hainsberg und Kipsdorf eingesetzten Fahrzeuge. Wegen ihrer anspruchsvollen, steigungs- und windungsreichen Trassenführung diente die Weißeritztalbahn gelegentlich der Rbd Dresden und der Fahrzeugindustrie zur Erprobung neuer Fahrzeugbauarten. Bildlich belegt sind beispielsweise die Einsätze der blauen Gelenk-Diesellok V 36 4801, des Triebwagens VT 137 600, einiger für die UdSSR bestimmter Babelsberger Schlepptenderlokomotiven, einer blauen Motordraisine aus den 60er Jahren sowie einer "Reko-VI-K" auf der HK-Linie.

Inhalt
  • Aus der Geschichte der Weißeritztalbahn
    Vorgeschichte und Bau der Sekundärbahn Hainsberg - Kipsdorf
    Umbauten - Erweiterungen - Projekte
    Aus der wechselvollen Betriebszeit
  • Strecke und Stationen
    Der erste Schmalspurbahnhof in Hainsberg (1882-1905)
    Der Schmalspurbahnhof Hainsberg (Sachs) bzw. Freital-Hainsberg
    An den Ufern der Wilden und der Roten Weißeritz nach Coßmannsdorf
    Hainsberg Süd bzw. Freital-Coßmannsdorf
    Durch den Rabenauer Grund nach Rabenau
    Rabenau
    Durch den Spechtritzgrund nach Spechtritz
    Spechtritz
    Durch den Seifersdorler Grund nach Seifersdorf
    Seilersdorf
    Weiter aufwärts durch den Seifersdorler Grund bis Malter
    Malter
    Am Stausee entlang weiter Richtung Dippoldiswalde
    Dippoldiswalde
    Entlang der Staatsstraße nach Ulberndorf und Obercarsdorf
    Ulberndorf und Obercarsdorf
    Über Naundorf nach Schmiedeberg
    Schmiedeberg
    Buschmühle
    Weiter bergauf zum Kurort Kipsdorf

Versandgewicht: 1,30 Kg

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